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Wie entsteht eine mobile Bühne? Welt der Wunder bei Mott!

Das Wichtigste in Kürze

  • Modulare Bühnensysteme entstehen aus frei kombinierbaren Bauelementen – dadurch lassen sich Bühnen und Tribünen in nahezu jeder Größe und Form realisieren.
  • Bei Mott entsteht jedes Modul im eigenen Haus: vom Rohrlaser über die Aluminiumbearbeitung und die Schweißarbeit bis zur Oberflächenbehandlung und Montageprüfung.
  • Für die Sebastian-Fitzek-Arenatour haben wir eine zwölfeckige Rundbühne gefertigt – aufgebaut in rund zwei Stunden pro Spielort, bewegt von zwei bis drei Personen.
  • 15 Städte, über 160.000 Besucher, für jede Halle ein eigener Statiknachweis.
  • Leichtbau ist kein Marketingbegriff, sondern Ergonomie: Wer leichtere Elemente hebt, baut schneller auf und arbeitet nicht am Kräftelimit.
  • Nachhaltigkeit rechnen wir ehrlich: Metallverarbeitung bleibt energieintensiv. Hackschnitzelheizung, Blockheizkraftwerk und eine umgebaute Pulverbeschichtungsanlage senken den CO₂-Ausstoß trotzdem messbar.
Inhaltsverzeichnis

Welt der Wunder - Hidden Champions wirft einen Blick hinter unsere Kulissen !

Konzerte, Festivals und Messen ziehen Millionen von Menschen an. Doch hinter jedem Event steckt ein komplexer logistischer Aufwand: Bühnen, Tribünen und Technik müssen transportiert, aufgebaut und wieder abgebaut werden. Das ist nicht nur viel Arbeit, sondern auch mit einem großen Material- und Energieeinsatz verbunden.

Wie lassen sich Veranstaltungsflächen also flexibel und effizient gestalten? Eine Antwort darauf sind modulare Bühnensysteme. Genau darum ging es, als ein Fernsehteam von Welt der Wunder einen Drehtag bei uns in Tauberbischofsheim verbracht hat – für eine achtminütige Dokumentation über die Frage, wie aus industrieller Präzision temporäre Erlebnisarchitektur entsteht.

Der Ausgangspunkt: eine Center Stage für Sebastian Fitzek

Warum modulare Systeme in der Praxis den Unterschied machen, erklärt in der Dokumentation Fritz Krings, Geschäftsführer von Peripherique und Veranstalter der Sebastian-Fitzek-Arenatour. Die Herausforderung lag in einer ungewöhnlichen Bühnenform: einer Center Stage mitten im Publikum.

„Es gibt den sogenannten Theatereffekt, und da sitzen alle Leute gleich weit weg und du hast sozusagen jeden nah vor dir und du hast auch diese Atmosphäre um dich herum.“

— Fritz Krings, Geschäftsführer Peripherique

Nur: Eine Center Stage lässt sich nicht einfach im fertigen Saal aufbauen. Sie musste an einem anderen Ort entstehen und anschließend ineinandergeschoben werden, um die Aufbauzeit zu reduzieren. Für Krings war damit schnell klar, was er brauchte:

Entstanden ist daraus eine zwölfeckige Rundbühne mit zwei innenliegenden Treppen zu einem zentralen Riser samt Drehscheibe – und einem Eisblock-Podest, das sich um 360 Grad drehen lässt. Technisch getragen wird sie von Praktikus-Light-Podesten auf Justo-Gerüstfüßen mit Rollen. Genau diese Rollen sind der Grund, warum die Konstruktion vormontiert und dann an ihren Platz geschoben werden kann.

Das Ergebnis in Zahlen: 15 Städte, über 160.000 Besucher, rund zwei Stunden Aufbauzeit pro Halle – und eine Bühne, die von zwei bis drei Personen bewegt werden kann.

Jedes Projekt beginnt mit einem Konzept

Mott Mobile Systeme ist ein Familienunternehmen aus Tauberbischofsheim, spezialisiert auf modulare und nachhaltige Bühnen. Wir sind einer der führenden Hersteller von Veranstaltungsmobiliar und liefern Lösungen für die Veranstaltungsbranche, für die Industrie und für die Hotellerie – damit unsere Kunden Veranstaltungen realisieren können, die sonst nicht möglich wären.

Der Weg dorthin ist immer derselbe, egal wie ungewöhnlich die Anforderung ist. Vertrieb, Technik und Entwicklung arbeiten eng zusammen, um praxisnahe Lösungen zu schaffen, die auch spezielle Kundenwünsche berücksichtigen:

  1. Anfrage – der Kunde schildert Anforderung, Ort und Termin.
  2. Konzept – daraus entsteht ein Lösungsansatz.
  3. Technische Ausarbeitung und Zeichnung – die Konstruktion wird durchgerechnet und gezeichnet.
  4. Abstimmung – die Zeichnung geht an den Kunden zur Freigabe.
  5. Angebot und Bestellung
  6. Produktion – die Fertigung im eigenen Werk beginnt.

Von der Schweißarbeit über die Oberflächenbehandlung bis zur Montageprüfung wird jeder Arbeitsschritt so ausgeführt, dass die Bühnenmodule höchsten Ansprüchen genügen.

Von der Aluminiumstange zur Bühne: Fertigungstiefe unter einem Dach

Hier liegt der eigentliche Unterschied zu vielen Anbietern in unserem Markt: Wir kaufen keine Module ein, wir fertigen sie. Die Dokumentation zeigt den Weg durch die Hallen.

Rohrlaser. Den Anfang macht die Abteilung Rohrlaser. Wir bekommen Langmaterial, aus dem z.B. die Füße oder Längsstrebe für die Bühnen rohrgelasert werden.

Aluminiumbearbeitung. An der Aluminiumbearbeitungsmaschine werden die Rahmenprofile auf die benötigten Längen angepasst und mit den Bohrungen versehen, die diese Bühne braucht.

Erster Montageschritt. Mit diesen Rahmenprofilen beginnt die Montage: Die Profile werden miteinander verbunden und ausgerichtet, dann werden die Platten aufgelegt und festgeschraubt.

Konfektionierung. Bevor ausgeliefert wird, kommt das passende Bühnenzubehör dazu.

Durch ihre modulare Bauweise und ihr geringes Gewicht lassen sich die Elemente flexibel an die jeweilige Veranstaltung und deren Größe anpassen. Welche Podestvarianten es gibt und wie sie sich technisch unterscheiden, haben wir in „Podeste im Vergleich“ gegenübergestellt.

Ein Podest, viele Bühnenbilder

Der große Vorteil mobiler Bühnen zeigt sich erst über die Zeit. Man benutzt die Podeste nicht für eine Show, sondern für viele – und jedes Mal mit einem anderen Bild und einer anderen Form:

Dieselbe Logik funktioniert auch in die andere Richtung: Aus Bühnenpodesten lässt sich ebenso eine Zuschauertribüne aufbauen – wie das geht, zeigen wir in „Mobile Bühnenpodeste als Tribüne nutzen“. Und weil dieselben Konstruktionsprinzipien auch in der Industrie tragen, sind aus unseren Bühnenpodesten unter der Marke Mott Industry ganze Maschinenpodeste geworden.

Dazu kommt die Freiheit im Raum. Wir können um Säulen herum bauen, Treppen überbauen und Gefälle überbrücken. So wie der Raum ist, so lässt sich die Bühne planen – und dementsprechend bestellen.

Warum Leichtbau mehr ist als ein technisches Detail

Gewichtseinsparung am Podest klingt nach einer Zahl im Datenblatt. In der Praxis ist es eine Frage der Arbeitsbedingungen:

„Ergonomie am Arbeitsplatz ist auch dort ein großes Thema, weil die Teile können auch sehr schwer sein und wir haben eine Leichtbauweise, sodass die Leute auch Freude haben, eine Bühne aufzubauen.“

— Martin Respondek, Leitung Vertrieb DACH & Marketing, Mott Mobile Systeme

Modulare Systeme verändern damit die Art, wie Bühnen gedacht werden. Einzelne Elemente greifen ineinander und wachsen vor Ort zu einer kompletten Bühne zusammen. Die Frage, die sich daraus ergibt, formuliert die Dokumentation sehr direkt:

Weniger Gewicht heißt weniger Kraftstoff und am Ende weniger Personal. Kürzere Aufbauzeiten, flexible Anpassung an unterschiedliche Spielorte und deutlich weniger Transportaufwand – für Veranstalter bedeutet das nicht nur Effizienz, sondern auch mehr Planbarkeit und Sicherheit.

Eine Rundbühne in drei Wochen

Die Tour von Sebastian Fitzek ist dafür ein Paradebeispiel. Innerhalb von drei Wochen haben wir eine Rundbühne gebaut, die nicht nur gefertigt und geplant sein muss, sondern für die auch der Statiknachweis vorliegen muss. Üblich wären dafür sechs bis acht Wochen.

Dass so etwas überhaupt möglich ist, hängt direkt an der Fertigungstiefe: Konstruktion, Statik, Zuschnitt, Schweißen, Beschichtung und Montage liegen an einem Ort. Es gibt keine Zulieferkette, auf die man warten muss. Die Einweisung des Tourteams dauerte danach einen Nachmittag – dann lief der Aufbau in Eigenregie.

Nachhaltigkeit in der Metallverarbeitung – ehrlich gerechnet

Metallverarbeitung bleibt energieintensiv. Das lässt sich nicht schönreden, und die Dokumentation tut es auch nicht. Die interessantere Frage ist, was ein mittelständischer Betrieb konkret tun kann, um Ressourcen zu schonen und seinen Energiebedarf selbst zu decken.

Bei uns sind das unter anderem:

  • Hackschnitzelheizung – unsere Resthölzer gehen in die thermische Verwertung statt in die Entsorgung.
  • Blockheizkraftwerk – Strom und Wärme aus einer Anlage.
  • Pulverbeschichtungsanlage mit Direktgasbefeuerung – umgebaut, und sie funktioniert tadellos.
  • Elektromobilität im Fuhrpark.

„Wir haben eine ganze Bandbreite von Maßnahmen schon die letzten Jahre auf den Weg gebracht, um den CO₂-Ausstoß zu reduzieren.“

— Jürgen Junker, CEO, Mott Mobile Systeme

Häufige Fragen

Was ist eine mobile Bühne?

Eine mobile Bühne besteht aus einzelnen Podestelementen, die vor Ort zu einer Bühnenfläche zusammengesetzt und nach der Veranstaltung wieder zerlegt werden. Größe, Höhe und Form ergeben sich aus der Kombination der Module – dieselben Elemente lassen sich für ganz unterschiedliche Bühnenbilder verwenden.

Wie lange dauert der Aufbau einer mobilen Bühne?

Das hängt von Fläche und Bühnenbild ab. Die zwölfeckige Center Stage der Sebastian-Fitzek-Arenatour stand in rund zwei Stunden pro Spielort – möglich durch Leichtbau, werkzeugarme Montage und rollbare Gerüstfüße, mit denen sich vormontierte Segmente an ihren Platz schieben lassen.

Kann eine mobile Bühne auf unebenem Boden aufgebaut werden?

Ja. Höhenverstellbare Füße und die modulare Bauweise erlauben es, Gefälle zu überbrücken, um Säulen herum zu bauen und Treppen zu überbauen.

Lassen sich Bühnenpodeste auch als Tribüne einsetzen?

Ja – durch gestaffelte Höhen entsteht aus denselben Elementen eine Zuschauertribüne. Damit lässt sich derselbe Materialbestand für Bühne und Tribüne nutzen.

Wie schnell ist eine individuelle Sonderlösung möglich?

Weil Konstruktion, Statik und Fertigung im eigenen Haus liegen, sind relativ kurze Lieferzeiten möglich. Für die Sebastian-Fitzek-Tour haben wir eine Rundbühne inklusive Statiknachweis in drei Wochen realisiert – bei einem üblichen Zeitrahmen von sechs bis acht Wochen.

Entdecke jetzt das volle Potenzial unserer mobilen Bühnenpodeste!

Über den Autor

Bild von Martin Respondek
Martin Respondek

Martin ist seit über 15 Jahren in Vertrieb und Marketing tätig – mit einer klaren Leidenschaft für Events, Technik und maßgeschneiderte Bühnenlösungen. Als Marketingleiter bei der Mott Mobile Systeme GmbH & Co. KG verantwortet er die Markenentwicklung und Marktpräsenz eines der führenden Bühnenhersteller Deutschlands. Mit Fokus auf mobile Bühnen, Eventlösungen und Branchennetzwerke bringt er wertvolle Einblicke aus der Veranstaltungswelt – direkt aus der Praxis.